It’s Reigning Men!

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Von Jackie-O über Hillary, bis zu Michelle. Sie alle hatten ihn für einige Jahre: Einen der mächtigsten Männer der Welt. Während sich manche Menschen wünschen, eine ähnlich mächtige Position inne zu haben, träumen wiederum andere davon, einen vergleichsweise erfolgreichen Partner an ihrer Seite zu haben. Nicht nur die vier Freundinnen aus »Sex And The City« warfen ihre Augen auf vor allem wohlhabende Männer, auch der CEO Christian Grey aus dem Roman »Fifty Shades Of Grey« übte auf Anastasia Steele einen besonderen Reiz aus.

Diese Anziehungskraft ist längst im Alltag angekommen und auch wenn solche Männer in der Realität nicht vom Himmel regnen, höre ich immer öfter von »Sugar Daddies« oder dem gewünschten reichen Ehemann. Ich will gar nicht behaupten, nie daran gedacht zu haben, denn anfangs klingt dieses Modell doch schon sehr verlockend. Teure Geschenke, bezahlte Rechnungen und Urlaub in fernen Ländern. Wer würde das nicht wollen? Doch bei genauerem Überlegen frage ich mich, sollte der Erfolg eines Mannes wirklich Kriterium sein? Geben wir uns und unsere Selbstständigkeit nicht ein Stück weit auf, wenn wir uns auf dem Einkommen eines Mannes ausruhen? Ist wirkliches Glück nicht mehr wert als der Betrag auf einem Konto?

Im übertriebenen Sinne erfüllt diese Vorstellung das konservative Familienbild, in dem der Mann die Familie ernährt. In einer Generation, in der die Selbstverwirklichung oft über der Arbeit und Luxusbedürfnisse an der Tagesordnung stehen, scheint sich ein solches Bild perfekt einzupassen. Mit minimalem Einsatz, einen maximalen Ertrag erzielen. Doch ist der Einsatz wirklich so gering wie es scheint? Oft sind solche Beziehungen mit materieller Gegenleistung nämlich sexuell geprägt. In gewissem Maß verkauft man dadurch nicht nur seine Eigenständigkeit, sondern auch seinen Körper. Während der eigene Einsatz also doch höher ausfällt, scheint er bei dem Anderen womöglich so selbstverständlich wie ein teures Auto. Erstmal auf Oberflächlichkeiten reduziert, läuft es wie auf dem Aktienmarkt. Fällt der Kurs, sinkt die Dividende. Anschließend ist eine neue Investition schnell getätigt.

Doch Macht muss nicht immer von beruflichem Erfolg oder von Geld geprägt sein. Emotionale Macht beispielsweise, gibt man einer Person schon, wenn man sich öffnet und über seine Gefühle oder Ängste spricht. Während eines Gespräches kann Wissen zu einer Machtposition führen und auch Humor oder Charme können zu großem Einfluss führen. Außerdem oder sogar vor allem sind Liebe und Sex immer ein Spiel um Macht. Somit sollte das zwar kein Kriterium darstellen, eine gewisse Anziehungskraft strahlt es aber dennoch aus.

Paul

2 Kommentare

  1. Endlich wieder Neues von Paul!
    Diesmal richtig tiefgtündig und mit psychologischem Charakter!
    Ein „must read“ für alle Paul-fans!!

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