Happy New Fear

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Wenn die Zeit an den Feiertagen scheinbar still steht und wir von Ruhe erfüllt sind, können wir uns endlich einmal wieder Gedanken über das vergangene Jahr und vor allem über uns selbst machen. Sei es auf langen Zugfahrten in die Heimat, beim Gespräch mit Verwandten und Freunden oder während des Feuerwerks an Silvester. Die feierlichen Tage finden in einem großen Knall aus Funken und Lichtblitzen ihr Ende. Doch dieses Spektakel steht auch immer für einen Neuanfang.

Vor ziemlich genau 365 Tagen berichtete ich schon einmal in einem kurzen Beitrag über das Neujahrsfest und die guten Vorsätze, die sich viele von uns zum Jahreswechsel vornehmen. Damals schrieb ich…

„Wollen wir uns wirklich jedes Jahr erneut neu erfinden, unsere Laster ablegen und stattdessen etwas Gutes tun oder sind wir eigentlich wie eine klassische Chanel Tasche, etliche Male neu entworfen, obwohl die Ursprungsform bereits am schönsten war?“

Doch was wenn das Leder dieser Chanel Tasche über die vielen Tage hinweg einen Kratzer bekommen hat? Womöglich sogar einen Riss im Innenfutter?

Viele Menschen fürchten sich gerade davor, in ihrem Alltag nicht das Glück zu finden oder etwas zu verpassen. Wir machen uns viele Gedanken über, was wäre wenn, was hätte ich oder was könnte ich…
Ich frage mich, wie sollten wir mit unseren Ängsten umgehen? Brauchen wir Veränderung, um wieder glücklich zu werden?

Unabhängig von guten Vorsätzen bringt auch jedes neue Jahr Veränderung. Sei es im guten oder schlechten Sinne, vorhersehbar oder nicht, oder vielleicht aber auch gerade erwünscht.

Viele meiner Freunde sind nicht glücklich in ihrer jetzigen Beziehung, ihrem aktuellen Studium oder ihrem Beruf. Bei jedem Treffen wird sich beschwert und aufgeregt. Ich versuche dann immer mich in die Situation hineinzuversetzen und einen bestmöglichen Ratschlag zu geben, meistens mit der Aussicht, dass sich beim nächsten Treffen von vorne beschwert wird, denn wirklich ändern tut dann ja doch niemand etwas. Die meisten Menschen befinden sich in einem festen System aus Beständigkeit und diese Sicherheit brauchen die meisten Menschen, denn auch wenn sie unzufrieden scheinen, sind sie doch ganz glücklich, dass jeden Monat ein festes Gehalt auf das Konto überwiesen wird.

Ich rede vor allem von beruflichen Veränderungen, weil ich mich gerade in der selben Situation befinde. Ich habe einen Beruf gelernt, den ich jetzt am liebste nicht mehr weiter ausüben möchte. Mir steht der Sinn nach einer Weiterbildung, nach der Erfüllung von Träumen und von Verwirklichung meiner Persönlichkeit. Trotzdem fällt es mir schwer, mich aus meinen alltäglichen Fängen zu befreien, zu groß ist die Angst vor dem Scheitern.

Vor kurzem traf ich mich mit einer Freundin – sonst konnten wir nur telefonieren, da die Entfernung zwischen uns zu groß war – die ebenfalls großes Unglück in ihrem Beruf empfand. Bei ihr kam jedoch hinzu, dass sie jeden Tag zu ihrem Arbeitsplatz pendeln musste. Unfassbar viel Zeit, die für eine Tätigkeit zusätzlich verstrich, die sie persönlich nicht erfüllte.
Warum ich von dieser Freundin erzähle? Weil ich sie bewundere!
Im Gegensatz zu anderen Bekannten, die sich stets nur zu beschweren wissen, wusste sie sich schnell zu helfen! Sie kündigte ihre sichere Arbeitsstelle, bewarb sich auf ein Studium und zog in eine andere Stadt, um sich selbst zu verwirklichen.

Vielleicht sollten wir uns alle ein Stück Mut von meiner Freundin abschneiden und für unsere Träume einstehen, denn Sicherheit ist zwar etwas schönes, macht aber nicht immer glücklich! Veränderung muss nicht zwingend etwas schlechtes bedeuten, sondern kann uns auch einen Schritt weiter bringen!


In diesem Sinne – und das geht an meine Freundin – Willkommen in Berlin!

Paul


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