Auf dem Laufsteg

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Der Berliner Himmel zeigt sich in der letzten Zeit einseitig. Nämlich grau. Der erste Blick aus dem Fenster am Morgen ähnelt dem am Nachmittag, bevor es dann auch schnell wieder dunkel wird. Regen, Wind und Schnee stehen an der Tagesordnung. Als ich heute einen Spaziergang über den Kudamm unternehme, fällt mir auf, dass gerade diese Zeit im Jahr für Singles, wie mich, schwierig ist. Verliebte Paare sind auf einmal überall. Sie sind scheinbar wie schöne Schuhe im Schaufenster am Ende des Monats, wenn das Konto bereits ausgeschöpft ist. Sie ziehen alle Blicke auf sich, man bleibt stehen, starrt sie an aber weiß genau, dass man sie diesmal nicht kaufen wird.

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Fortbewegung

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Der Berliner denkt in U-Bahn Stationen. Wenn man nach dem Weg fragt, bekommt man oft »U2«, »Richtung Pankow« oder »in die U7 umsteigen« als Antwort. »Direkt am U-Bahnhof Wittenbergplatz« hört man öfter bei der Frage nach dem KaDeWe als »an der Tauentzienstraße« und selbst auf dem Plakat, das für die große Abendveranstaltung im Theater wirbt, steht die Station noch vor der eigentlichen Adresse. Das mag daran liegen, dass wir ständig im Zug sitzen, die Arbeit liegt nicht direkt um die Ecke und auch die Discothek ist meistens nicht gegenüber. Wenn man sich aus seinem Viertel wagt, ist kaum ein Weg fußläufig zu bestreiten, dafür sind die Strecken zu weit und die Zeit zu knapp. Das Leben spielt sich viele Minuten am Tag in einem Netz im Untergrund ab, es verbindet nicht nur A und B, den Westen mit dem Osten, sondern auch uns Großstadtmenschen, denn viel zu oft, trifft man dort – auch wenn es unwahrscheinlich erscheint – bekannte Gesichter.